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Welt mit Zukunft von Prof. Franz-Josef Radermacher

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hervorragendes Buch eines Club-of-Rome Mitgliedes, das sich mit der gleichen Thematik wie unser Verein beschäftigt!!

ISBN 978-3-938017-86-9

Sehr lesenswert!

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Der Club of Rome bzw. der Radermacher beschäftigt sich mit den selben Zielen?
Da hätt ich gern ein wenig genauer erfahren in wie fern sich die Ziele decken.

„…das daraus resultierende Ideal einer nachhaltigen Bevölkerung ist daher mehr als 500 Millionen Menschen aber weniger als eine Milliarde.“
Club of Rome, Goals of Mankind

„Die Erde hat Krebs und der Krebs ist die Menschheit.“
Club of Rome, Mankind at the Turning Point

“Auf der Suche nach einem neuen Feind um uns zu einen, kam uns die Idee, dass Luftverschmutzung, die Bedrohung der globalen Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und Ähnliches das Richtige wäre.“
Club of Rome, The First Global Revolution

“All diese Gefahren werden durch menschliches Eingreifen verursacht und es ist nur durch veränderte Einstellungen und verändertes Verhalten möglich, dass sie überwunden werden können. Der wirkliche Feind ist daher die Menschheit selbst.“
Club of Rome, The First Global Revolution

„Wir stehen an der Schwelle einer globalen Transformation. Alles was wir hierzu brauchen, ist die richtige Krise.“
David Rockefeller, Club of Rome executive manager

"Whatever the price of the Chinese Revolution, it has obviously succeeded not only in producing more efficient and dedicated administration, but also in fostering high morale and community of purpose. The social experiment in China under Chairman Mao’s leadership is one of the most important and successful in human history.”
David Rockefeller, The New York Times, August 10, 1973

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das sind alles Zitate einzelner Mitglieder, die ich ebenso bedenklich finde, wie du sie wahrscheinlich findest.

Prof. Radermacher hat in dem von mir genannten Buch keine Aussage dieser Art getroffen, sondern beschäftigt sich mit einer Nachhaltigen Wirtschaftsform, die er ökosoziale Marktwirtschaft nennt, an der die ganze Welt partizipieren kann.

Er stellt 3 mögliche Zukunftsszenarios vor, dazu gehört die Brasilianisierung, d.h. 5 % der Weltbevölkerung leben weiter wie bisher und alle anderen sind ärmer als arm, die Ökodiktatur, d.h. die 1. Welt wird der 2. und 3. verbieten unsern Standard zu erreichen, damit wir nach wie vor unser verschwenderisches Leben führen könnne, und die ökosoziale Variante, in der die vorhandenen Ressourcen gerecht in der Welt verteilt werden, und darauf geachtet wird, dass weltweite Umwelt - und MEnschenrechtsstandards durchgesetzt werden (vor allem im Wirtschaftsprozess) sodass wir schonend mit unserer Welt und uns selbst umgehen.
Als Mittel nennt er z.B. auch die Einführung eines variablen Zinses, und die Ressourcensteuer. (= 2 der 4 Foderungen von Global Change)

Ich hatte einmal gedacht, dass Global Change, diese Idee von einem Wandel in der Welt, sich dafür einsetzt, dass alle Menschen auf der Welt friedlich und im Einklang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planenten leben können.
Eine Welt in der es keine Kriege mehr braucht, in der unser Planet auch für nachfolgende Generationen noch in der gleichen Weise eine Heimat bietet, wie er sie uns bietet, und in der Kinder in Afrika nicht mehr für einen Hungerlohn im modernen Sklaventum unseren Global-Player dienen muss, um zu überleben.

Diese Ideen vermittelte mir u.a. der Film und unsere Diskussionen beim Bundeskongress.

Leider habe ich mich wohl getäuscht. Denn was heute davon übrig geblieben ist, hat nicht mehr sehr viel mit dieser Idee gemein.
Ein variabler Zins, ein Grundeinkommen... das sind tolle Forderungen. Aber wenn nur sie die Grundsätze unserer Bewegung bleiben, dann wird sie zum Selbstzweck und wir entwickeln uns kein Stückchen weiter in Richtung : "GLOBAL CHANGE" und "WE CHANGE NOW". Das GLOBAL fehlt mir in GLOBAL CHANGE, wenn es bloß darum geht, in Deutschland Macht zu erlangen und Politik zu machen.
Selbst wenn wir mit unseren Forderungen all jenen eine Stimme geben können, die nicht durch Lobbyisten in Berlin vertreten werden, ändert sich dennoch nichts weiter an dem Zustand unserer Welt. Wir leben unseren Wohlstand auf Kosten anderer aus, die einen mehr, die anderen weniger.

Vlt liegt es an meiner Fehlinterpretation der Dinge. Wahrscheinlich habe ich dem ganzen mehr Bedeutung beigemessen, als tatsächlich dahinter steht.

Darüber bin ich nun enttäuscht. Aber nichts für ungut Dr4ke, jeder kann sich wohl mal irren!

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merchant schrieb:das sind alles Zitate einzelner Mitglieder, die ich ebenso bedenklich finde, wie du sie wahrscheinlich findest.

nein es sind keine zitate einzelner mitglieder, ausser die beiden letzten die stammen von herrn rockefeller.
all die anderen zitate stammen aus den cor publicationen "The First Global Revolution", "Goals of Mankind"
und "Mankind at the Turning Point". diese drei publicationen sind neben "The Limits to Growth"
die hauptpublicationen des cor und repräsentieren die grundhaltung und zielsetzung des cor. also nichts
mit der verdrehten meinung einzelner mitglieder. dies ist die meinung des clubs. solltest du an der
korrektheit zweifeln lies dir einfach mal "The First Global Revolution" durch.
http://www.scribd.com/doc/2297152/Alexander-King-Bertrand-Schneider-The-First-Global-Revolution-Club-of-Rome-1993-Edition

das buch vom herrn radermacher kenn ich bisher noch nicht. ich konnte leider keine ebook version finden
und das geld für das buch hab ich derzeit leider nicht übrig. werd es aber im hinterkopf behalten. was
ich vom herrn radermacher kenne sind einige seiner vorträge und sein engagement für den global marshall
plan. in den vorträgen die ich mir angesehen hab kamen die drei vorschläge die du genannt hattes auch zum tragen. jedoch musste ich mit erschrecken feststellen das auch er sich mehrmals dazu geäussert hat das
wir doch 80% zuviel menschheit besitzen und es am besten für erde und mensch sei wenn man sich dieser
entledigt. entweder hat der herr radermacher es geschafft sich so schlecht auszudrücken das ich mindestens
60% nicht kapiert hab oder aber er vertritt die selbe meinung wie der club in dem er mitglied ist. was die
ressourcensteuer angeht so bekomm ich auch ein arges kratzen im hals wenn ich den radermacher zuhören muss.
das immer alle das gute co2 versteuern wollen.(als ich noch ein kind war haben die erwachsenen witze
gemacht das irgendwann das atmen besteuert wird. nun bin ich selbst erwachsen und es ist so weit. nunja
wer in den 70er "The Limits to Growth" gelesen hatte wusste schon damals das die mächtigen daran unter
hochdruck arbeiten.)


merchant schrieb:Ich hatte einmal gedacht, dass Global Change, diese Idee von einem Wandel in der Welt, sich dafür einsetzt, dass alle Menschen auf der Welt friedlich und im Einklang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planenten leben können.
Eine Welt in der es keine Kriege mehr braucht, in der unser Planet auch für nachfolgende Generationen noch in der gleichen Weise eine Heimat bietet, wie er sie uns bietet, und in der Kinder in Afrika nicht mehr für einen Hungerlohn im modernen Sklaventum unseren Global-Player dienen muss, um zu überleben.

da schliess ich mich dir 100% an. jedoch sollte eine ressourcensteuer nicht auf panikmache und propaganda
beruhen (wie die co2 thematik) sondern auf fakten die einer prüfung standhalten (die co2 fakten darf man
nicht anzweifeln sonst war man längste zeit klimaforscher [beispiel: dr. timothy ball]). ebenso sollte
man die dritte welt länder nicht noch mehr benachteiligen als sie es ohnehin schon sind. nicht nur das
wir erste welt länder viel mehr emissionen haben dürften laut geplanten copenhagen vertrag. nein, es
wird auch noch ein emissionszerifikatehandel eingeführt so das die dritte welt länder aus geldmangel
ihr recht co2 auszustossen mehr und mehr an die erste welt verkaufen. alles in allem wird copenhagen
nur dazu führen das die reichen mal wieder reicher werden und die armen bald ersticken dürfen. um das
wohlergehen unserer erde geht es dabei nicht.


merchant schrieb:Diese Ideen vermittelte mir u.a. der Film und unsere Diskussionen beim Bundeskongress.

Leider habe ich mich wohl getäuscht. Denn was heute davon übrig geblieben ist, hat nicht mehr sehr viel mit dieser Idee gemein.
Ein variabler Zins, ein Grundeinkommen... das sind tolle Forderungen. Aber wenn nur sie die Grundsätze unserer Bewegung bleiben, dann wird sie zum Selbstzweck und wir entwickeln uns kein Stückchen weiter in Richtung : "GLOBAL CHANGE" und "WE CHANGE NOW". Das GLOBAL fehlt mir in GLOBAL CHANGE, wenn es bloß darum geht, in Deutschland Macht zu erlangen und Politik zu machen.
Selbst wenn wir mit unseren Forderungen all jenen eine Stimme geben können, die nicht durch Lobbyisten in Berlin vertreten werden, ändert sich dennoch nichts weiter an dem Zustand unserer Welt. Wir leben unseren Wohlstand auf Kosten anderer aus, die einen mehr, die anderen weniger.

Vlt liegt es an meiner Fehlinterpretation der Dinge. Wahrscheinlich habe ich dem ganzen mehr Bedeutung beigemessen, als tatsächlich dahinter steht.

Darüber bin ich nun enttäuscht. Aber nichts für ungut Dr4ke, jeder kann sich wohl mal irren!

dem kann ich mich teilweise auch anschliessen. die bewegung hat stark die richtung lobbyismus und politik eingeschlagen. grundsätze und grundprinzipien hingegen werden obwohl sie dringlichst ausgearbeitet werden
müssten links liegen gelassen. auch gründe warum ich meine aktivität eingestellt habe. was dies jedoch mit
den eigentlichen thema in diesem topic zu tun hat gibt mir ein bissl zu rätseln. Wink


grüsse
dr4ke

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dies ist die meinung des clubs.

Ich glaube dir das, und zweifel nicht an deiner Sachkenntnis. Ich hatte auch schonmal gehört, dass der Club of Rome in Verruf geraten ist, auf Grund menschenfeindlicher Äußerungen.
Das es so krass ist, hab ich nicht gewusst, da ich den Club of Rome selbst nur aus der Erwähnung im Buch des Herrn Radermacher kenne.

Ich hab mal einen Vortrag des Dr. Dirk Solte (bei den Mündenern Gesprächen) gehört, der mit dem Radermacher zusammen arbeitet.
Der Mann besaß große Sachkenntnis, aber erschien mir ein sehr unangenehmer Mensch zu sein, wie ich in einer dem Vortrag folgenden Diskussion erfahren durfte.
Ich befürchte, dass diese Leute zwar tolle Ideen haben, aber sie sie nach dem Grundsatz "Der Zweck heiligt die Mittel" umsetzen.
Bei allem was zur Zeit an Diskussion in der Welt herrscht, wie die Medien und selbst die wissenschaftliche Forschung manipuliert wird, um die vermeintlichen Interessen der gesamten Menschheit umzusetzen, muss man sehr vorsichtig sein, wessen Interessen da wirklich eine Rolle spielen.

jedoch sollte eine ressourcensteuer nicht auf panikmache und propaganda
beruhen (wie die co2 thematik) sondern auf fakten die einer prüfung standhalten (die co2 fakten darf man nicht anzweifeln sonst war man längste zeit klimaforscher [beispiel: dr. timothy ball]). ebenso sollte man die dritte welt länder nicht noch mehr benachteiligen als sie es ohnehin schon sind. nicht nur das
wir erste welt länder viel mehr emissionen haben dürften laut geplanten copenhagen vertrag. nein, es wird auch noch ein emissionszerifikatehandel eingeführt so das die dritte welt länder aus geldmangel ihr recht co2 auszustossen mehr und mehr an die erste welt verkaufen. alles in allem wird copenhagen
nur dazu führen das die reichen mal wieder reicher werden und die armen bald ersticken dürfen. um das wohlergehen unserer erde geht es dabei nicht.

Genau so sehe ich das auch!! Wir müssen vernünftig auf Basis wissenschaftlich fundierter Daaten, die einer allgemeinen Prüfung standhalten können, agieren. Alles andere was derzeit passiert ist höchst fragwürdig. Pro vs Contra Klimawandel und dazwischen stehen verunsicherte Menschen, denen allzuleicht das Geld aus der Tasche gezogen werden kann.
Heute wird man noch verarscht, wo man dabei steht... doch was kann man tun? was können wir tun?

Das ist es eben, was wir reichen Industrieländer am besten können: Die Armen Länder der Welt wirtschaftlich abhängig machen, unterdrücken und ausbeuten. Das haben wir schon seit vielen Jahrhunderten perfektioniert.


Die bewegung hat stark die richtung lobbyismus und politik eingeschlagen. grundsätze und grundprinzipien hingegen werden obwohl sie dringlichst ausgearbeitet werden
müssten links liegen gelassen.

Ja das ist meiner Meinung nach richtig. Mit dieser Meinung stehen wir aber alleine da.

Jan.kl hat gestern aus eben diesen Gründen die Bewegung verlassen und damit eine große Lücke hinterlassen, die mich ans Nachdenken gebracht hat.

Es hat nicht direkt etwas mit dem Thema Radermacher zu tun, aber als ich das Buch gelesen habe, hatte ich die Idee, dass etwas bewirkt werden kann - vor allem von Global Change bewirkt werden kann.

Nun stellt sich das alles für mich in Frage.

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Als Mittel nennt er z.B. auch die Einführung eines variablen Zinses, und die Ressourcensteuer. (= 2 der 4 Foderungen von Global Change)

Nach einem Hinweis von Torsten, muss ich korrigieren, dass nicht von variablen Zinsen die Rede ist.

Der Global Marshall Plan sieht eine weltweite Gleichbesteuerung aller Akteure, insbesondere der Großkonzerne, die am stärksten von weltweiten Transaktionen profitieren, vor. Beispielhaft sind besondere Steuern genannt, wie auch eine Devisentransaktionssteuer, und auch eine Abgabe bei der Vergabe von Krediten, also von neu geschöpften Geld an nichtstaatliche Marktteilnehmer.

(Nachlesbar Seite 214)

Die Art der Geldschöpfung und die Ausweitung der Geldmenge kritisiert er sehr stark (vgl. "Wer die Regeln setzt, hat die Macht" Seite 98 ff.)

7 Vortrag von Prof. Rademacher am Di 15 Dez 2009 - 16:46

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Interessanter Vortrag von Prof Rademacher:



Viele Grüsse
pewode

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